{"id":1103,"date":"2014-11-08T12:05:36","date_gmt":"2014-11-08T11:05:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.womex.org\/?page_id=1103"},"modified":"2015-02-23T10:41:40","modified_gmt":"2015-02-23T09:41:40","slug":"lichtblicke-e-v","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.womex.org\/de\/praxisbeispiele-projekte\/pad-e-v-projekt-eltern-staerken\/","title":{"rendered":"pad e.V.: Projekt &#8222;Eltern st\u00e4rken&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"divider\"><\/div> <div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<div class=\"grey-box\">\n<p><strong>Projekt:<\/strong> Eltern st\u00e4rken<br \/>\n<strong>Tr\u00e4ger:<\/strong> pad e.V., anerkannter Tr\u00e4ger der freien Jugendhilfe, seit 15 Jahren an der Schnittstelle von Jugendhilfe, Sucht- und Gewaltpr\u00e4vention t\u00e4tig<br \/>\n<strong>Laufzeit \/ F\u00f6rderung:<\/strong> seit 2008, Berliner Senatsverwaltung f\u00fcr Arbeit, Integration und Frauen \/ Landesstelle f\u00fcr Gleichbehandlung gegen Diskriminierung<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.licht-blicke.org\/elternstaerken2\/\" target=\"_blank\">Homepage<\/a><\/p>\n<\/div><div class=\"divider\"><\/div><div class=\"green-box\">\n<p><strong>Genderspezifik:<\/strong> Deutliche Geschlechterverteilung &#8211; Vorwiegend suchen M\u00fctter Beratungen auf, vorwiegend geht es um S\u00f6hne<\/div><\/p>\n<p><div class=\"divider\"><\/div><div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt ElternSt\u00e4rken hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine St\u00e4rkung der Erziehungs- und Selbsthilfekompetenzen von Eltern rechtsextrem orientierter bzw. gef\u00e4hrdeter Kinder und Jugendlicher zu unterst\u00fctzen. Es geht darum, Handlungsoptionen zu vergr\u00f6\u00dfern, Hilflosigkeit zu \u00fcberwinden und bestehende Hilfeangebote f\u00fcr Eltern sowie Angeh\u00f6rige zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben den Eltern erhalten auch Fachkr\u00e4ften aus der Jugendhilfe, Familien- und Elternberatung, Schulen und Kitas Information, Unterst\u00fctzung und Weiterbildung. So sollen Wissen und Erfahrungen zum Umgang mit rechtsextremen Ph\u00e4nomenen in bestehenden Arbeitsfeldern multipliziert und Hilfestellungen optimiert werden.<br \/>\n<strong><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #009999;\">Angebote f\u00fcr Eltern<\/span><\/strong><br \/>\nF\u00fcr problembewusste Eltern stellen Fremdenfeindlichkeit, rechtsextreme Orientierungen ihrer Kinder, das Engagement in der \u201eSzene\u201c in Verbindung mit Gewalt eine ernst zu nehmende Bedrohung dar, der sie oft hilflos gegen\u00fcberstehen. Angst, Scham oder das Gef\u00fchl, in der Erziehung versagt zu haben, verhindern den Schritt nach au\u00dfen. Eltern suchen sich meist erst dann Hilfe, wenn der Problemdruck nicht mehr alleine zu bew\u00e4ltigen ist. Die Auseinandersetzung mit der Situation f\u00fchren nicht selten an physische und psychische Grenzen, die Qualit\u00e4t und Stabilit\u00e4t von innerfamilialen Beziehungen sind bedroht. Eltern brauchen hier professionelle Unterst\u00fctzung wie auch ein Angebot der Hilfe zur Selbsthilfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Chancen f\u00fcr eine gelingende St\u00e4rkung der Eltern \u2013 und erst recht f\u00fcr den Ausstieg der Jugendlichen aus der rechtsextremen Szene \u2013 sind nicht zuletzt abh\u00e4ngig von den Bedingungen in einem weiteren Unterst\u00fctzungskontext. Das Beratungsangebot setzt darum auf Kooperation mit anderen Hilfsangeboten und Beratungsdiensten. Ziel ist die Schaffung eines l\u00e4ngerfristigen, also verl\u00e4sslichen, dezentralen Angebots f\u00fcr hilfesuchende Eltern. Wichtige Bezugsgr\u00f6\u00dfen sind dabei die bestehenden Institutionen in den Sozialr\u00e4umen: Regionale soziale Dienste, Erziehungs- und Familienberatungsstellen, Elterntreffs, Familientreffs, Schulen, Jugendarbeit u.v.a.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eltern und Angeh\u00f6rigen werden in Gespr\u00e4chen unterst\u00fctzt, ihre Situation besser einzusch\u00e4tzen und verstehen zu k\u00f6nnen. Sie erhalten Informationen und Materialien \u00fcber rechtsextreme Szenen und Merkmale jugendlicher Subkulturen. Es werden m\u00f6gliche Handlungsoptionen durchgesprochen, damit Sie sich zun\u00e4chst in der akuten Situation stabilisieren k\u00f6nnen. Als n\u00e4chstes werden alternative Deutungsm\u00f6glichkeiten angeboten und Ressourcen aufgedeckt (z.B. im Verhalten des Kindes aber auch der Eltern oder Schule etc.), um weitere Schritte abzuleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Wunsch und je nach Bedarf wird pers\u00f6nlicher Kontakt zu anderen Hilfeangeboten hergestellt (z.B. Familienberatungsstellen, themenvertraute Ansprechpartner in Schulen oder der Jugendarbeit) und ein fallspezifisches Unterst\u00fctzungskonzept erarbeitet. Die Beratung kann einmalig sein oder langfristig begleitend \u2013 ganz nach bestehenden Bed\u00fcrfnissen.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"two-columns-one last\">\n<p><span style=\"color: #009999;\"><strong>Angebote f\u00fcr Fachkr\u00e4fte<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">ElternSt\u00e4rken vermittelt und bietet selbst Fortbildungen zum Thema Rechtsextremismus sowie Workshops zur kollegialen Beratung zum Thema \u201eFamilie und Rechtsextremismus als berufliche Herausforderung\u201c an. Ebenfalls m\u00f6glich sind Einzel-Coachings f\u00fcr Mitarbeiter_innen, die situativ Unterst\u00fctzung\/ Austausch \u00fcber den Umgang mit einem spezifischen Fall suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sozialarbeiter_innen nehmen im Rahmen ihrer Auftr\u00e4ge (Familienhilfe, Einzelfallhilfe, Erziehungsbeistand u.\u00e4.) oft Eltern wahr, die sich erkennbar dem rechtsextremen Spektrum zuordnen. Wohnzimmer und Kleidung sind mit einschl\u00e4giger Symbolik \u201edekoriert\u201c, \u00c4u\u00dferungen lassen auf eine rechtsextreme Gesinnung oder Einbindung in die Szene schlie\u00dfen. Daraus resultieren f\u00fcr viele Fachkr\u00e4fte \u2013 durchaus unabh\u00e4ngig von deren Berufserfahrungen \u2013 Unsicherheiten im Umgang mit diesen Wahrnehmungen. Diese beziehen sich auf die folgenden vier Ebenen:<br \/>\n<span style=\"color: #009999;\">(1) Strafrechtlich Relevantes:<\/span> Was ist verboten und wie ist auf Verbotenes zu reagieren? (z.B. das Anzeigen von verbotenen Symbolen, Materialien oder Konsequenzen aus der Kenntnis \u00fcber die Planung verbotener Handlungen).<br \/>\n<span style=\"color: #009999;\">(2) Die Einsch\u00e4tzung der Gef\u00e4hrdungssituation (Kinder- und Jugendschutz):<\/span> In welchem Fall liegt eine Kindeswohlgef\u00e4hrdung vor? Greift diese Kategorie \u00fcberhaupt bei Ph\u00e4nomenen dieser Art?<br \/>\n<span style=\"color: #009999;\">(3) Die sozialarbeiterische Falldimension:<\/span> Wie verh\u00e4lt sich das Thema rechtsextreme Orientierung\/Inszenierung zum eigentlichen Fall bzw. dem Problemhintergrund der Familie? Wie muss, wie kann, wie sollte reagiert werden? Wann bzw. unter welchen Bedingungen ist eine Intervention sinnvoll, wann nicht? In welcher Beziehung stehen die Wahrnehmungen des Rechtsextremismusproblems zum eigentlichen Auftrag in der Familie?<br \/>\n<span style=\"color: #009999;\">(4) Die Person des\/der Sozialarbeiters\/In:<\/span> Was wird fachlich erwartet und was erwarten FallarbeiterInnen von sich selbst in dieser Situation? In welcher Weise beeinflussen diese Wahrnehmungen die Arbeit? Wo liegen die eigenen Grenzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geht zuerst darum, Handlungssicherheit im Umgang mit diesen Ph\u00e4nomenen zu gewinnen \u2013 das bedeutet zun\u00e4chst, das Ph\u00e4nomen richtig zu deuten und f\u00fcr die eigene Arbeitspraxis einen Modus zu finden, in der die Balance zwischen Beziehungsarbeit und inhaltlicher Abgrenzung bzw. Positionierung gelingen kann. Erst dann k\u00f6nnen m\u00f6gliche Interventionskonzepte er\u00f6ffnet werden, wobei jedoch nicht die Identifikation des vermeintlich \u201erichtigen Weges\u201c, sondern das Erarbeiten einer Reflexionshilfe f\u00fcr die Praxis der Familienhilfe, Ziel der Beratung und Fortbildung ist.<\/p>\n<\/div>\n<p><div class=\"divider\"><\/div> <div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #009999;\">Kontakt<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Projekt ElternSt\u00e4rken<br \/>\nAhrenshooper Stra\u00dfe 7<br \/>\n13051 Berlin<\/p>\n<p>Ansprechpartnerin: Eva Prausner<\/p>\n<p>Telefon: 030 \u2013 99270555<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.licht-blicke.org\/elternstaerken2\/\" target=\"_blank\">Homepage<\/a><br \/>\npost[at]licht-blicke.org<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#top\">top<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontakt Projekt ElternSt\u00e4rken Ahrenshooper Stra\u00dfe 7 13051 Berlin Ansprechpartnerin: Eva Prausner Telefon: 030 \u2013 99270555 Homepage post[at]licht-blicke.org nach oben top<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1103"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1103"}],"version-history":[{"count":17,"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1103\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1956,"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1103\/revisions\/1956"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.womex.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}