{"id":1125,"date":"2014-11-10T12:02:33","date_gmt":"2014-11-10T11:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.womex.org\/?page_id=1125"},"modified":"2015-02-23T10:57:10","modified_gmt":"2015-02-23T09:57:10","slug":"violence-prevention-network-eltern-staerken","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.womex.org\/de\/praxisbeispiele-projekte\/violence-prevention-network-verantwortung-uebernehmen-eltern-staerken-rexel\/","title":{"rendered":"Violence Prevention Network: Verantwortung \u00fcbernehmen &#8211; Eltern st\u00e4rken (RexEl)"},"content":{"rendered":"<p><div class=\"divider\"><\/div> <div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<div class=\"grey-box\">\n<p><strong>Projekt:<\/strong> Verantwortung \u00fcbernehmen &#8211; Eltern st\u00e4rken (RexEl)<br \/>\n<strong>Tr\u00e4ger:<\/strong> Violence Prevention Network e.V.<br \/>\n<strong>Laufzeit \/ F\u00f6rderung:<\/strong> gef\u00f6rdert im Rahmen des Bundesprogramms \u201eTOLERANZ F\u00d6RDERN \u2013 KOMPETENZ ST\u00c4RKEN\u201c und der Bundeszentrale f\u00fcr Politische Bildung<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.violence-prevention-network.de\/projekte-mainmenu-37\/rexel\" target=\"_blank\">Homepage<\/a><\/div><div class=\"divider\"><\/div><div class=\"green-box\">\n<p><strong>Genderspezifik:<\/strong> Deutliche Geschlechterverteilung &#8211; Vorwiegend suchen M\u00fctter Beratungen auf, vorwiegend geht es um S\u00f6hne<\/div><\/p>\n<p><div class=\"divider\"><\/div> <div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<div class=\"two-columns-one\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #009999;\"><strong>Ziele<\/strong><\/span><br \/>\nDas Projekt \u201eVerantwortung \u00fcbernehmen \u2013 Eltern st\u00e4rken\u201c (kurz: RexEl) zielt darauf ab, durch die Arbeit mit rechtsextrem orientierten Eltern, sowie Fachpersonal, welches sich berufsbedingt im Umgang mit diesen Eltern befindet, konstruktive Dialoge anzuregen und so Distanzierungsprozesse bei den Eltern auszul\u00f6sen. Es soll Wissen um die Zielgruppe der Eltern generiert, sowie Zugangswege zu ihnen eruiert werden. Weiterhin wird auch das Fachpersonal bei der Entwicklung einer professionellen Haltung gegen\u00fcber rechtsextremen Einstellungen und Milieus unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Projekt findet in den Neuen Bundesl\u00e4ndern in einigen ausgew\u00e4hlten Regionen mit hohem rechtsextremem Konfliktpotential statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #009999;\"><strong>Zielgruppen<\/strong><\/span><br \/>\nRexEl richtet sich 1. direkt an rechtsextrem orientierte Eltern, d.h. M\u00fctter und V\u00e4ter mit vorurteilsorientierten und menschenfeindlichen Einstellungsmustern, aber auch an Eltern, die in rechtsextremen Szenen und Milieus aktiv sind. 2. an Einrichtungen und Fachpersonal in den Kommunen, die mit der Zielgruppe der rechtsextrem orientierten Eltern potentiell in Ber\u00fchrung kommen. Dazu z\u00e4hlen u.a. Jugend\u00e4mter, Tr\u00e4ger der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Sozialarbeiter_innen und \u2013p\u00e4dagog_innen, Hebammen, Schwangerschaftsberatung, Bew\u00e4hrungshilfe, Frauenh\u00e4user, Kitas, Schulen und erg\u00e4nzende Fachdienste. 3. an das Personal in Justizvollzugsanstalten und die dort einsitzenden rechtsextrem orientierten M\u00fctter oder V\u00e4ter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Somit gibt es die direkte Zielgruppe der Eltern und die indirekte Zielgruppe des Fachpersonals und es wurden dementsprechend zielgruppenspezifische, thematische Module entwickelt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #009999;\"><strong>Angebote<\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Mentor_innen, die im Tandem mit dem Fachpersonal vor Ort mit rechtsextrem orientierten Eltern arbeiten<\/li>\n<li>Intensive Coaching-Prozesse f\u00fcr Fachkr\u00e4fte zum p\u00e4dagogischen Umgang mit rechtsextrem orientierten Eltern<\/li>\n<li>Einzelfallberatung und \u2013begleitung f\u00fcr rechtsextrem orientierte M\u00fctter und V\u00e4ter<\/li>\n<li>Sensibilisierungstraining zum Thema Rechtsextremismus f\u00fcr die betreffenden Kooperationspartner<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><div class=\"two-columns-one last\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #009999;\"><strong>Zug\u00e4nge<\/strong><\/span><br \/>\nDie aufsuchende Arbeit mit der Zielgruppe wird idealerweise \u00fcber eine anlassbezogene Beratung eingeleitet. Je nach Bedarf kann der Zugang in Zusammenarbeit mit Tr\u00e4gern der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe erfolgen. Ein weiterer Zugangsweg ist die Ansprache von Trainingsteilnehmer_innen in Justizvollzugsanstalten, sowie die Bekanntmachung des Projekts auf kommunaler Ebene durch Projektpr\u00e4sentationen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #009999;\">Module<\/span><\/strong><br \/>\nIn der Arbeit mit der direkten Zielgruppe der Eltern, finden folgende thematischen Module Anwendung: 1. Vision und Zielentwicklung, 2. Rollenverst\u00e4ndnis als Mutter\/Vater, 3. Ausgrenzung vs. Toleranz 4. Biografiearbeit, 5. Lebens- und Beziehungsgestaltung, 6. Eigene Weltanschauung vs. Kindesentwicklung<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Module finden in Einzel- und Gruppentrainings Anwendung. Dabei liegt der Fokus nicht vordergr\u00fcndig auf der Ver\u00e4nderung der extremen Ideologie, sondern auf der Aktivierung einer verantwortungsvollen Elternrolle. Die Ideologisierung wird parallel dazu thematisiert und reflektiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die indirekte Zielgruppe des Fachpersonals, die im Rahmen von Betreuungsprozessen mit den M\u00fcttern und V\u00e4tern arbeiten, werden Sensibilisierungstrainings und intensive Choachings angeboten. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Praktiker_innen vor Ort speziell in der Frage des Umgangs mit rechtsextremen Tendenzen von Eltern oft allein gelassen und nicht kompetent f\u00fchlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inhalte der Trainings f\u00fcr Praktiker_innen sind: Moderner Rechtsextremismus, P\u00e4dagogische Haltung, Frage- und Gespr\u00e4chstechniken, Fallbeschreibung und Analyse, P\u00e4dagogische Diagnostik, Netwerkaufbau.<br \/>\nZusammen mit den Tr\u00e4gern vor Ort finden au\u00dferdem regelm\u00e4\u00dfige Konzeptwerkst\u00e4tten statt, bei denen sich \u00fcber Inhalte und Umsetzung von RexEl abgestimmt wird und von der gegenseitigen Expertise profitiert wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #009999;\">Vernetzung<\/span><\/strong><br \/>\nDie Erfahrung hat gezeigt, dass Mitarbeiter_innen einzelner Fachdienste Rechtsextremismus bei Klient_innen durchaus wahrnehmen, jedoch nie verbalisieren und sich \u00fcber ein gemeinsamen fachlichen Rahmen im Umgang mit diesen Klient_innen verst\u00e4ndigen. Ein kommunale Vernetzung der Fachdienste ist hier dringend angezeigt und ebenfalls Bestandteil von RexEl.<\/p>\n<\/div><\/p>\n<p><div class=\"divider\"><\/div> <div class=\"divider\"><\/div><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #009999;\">Kontakt<\/span><\/strong><br \/>\nViolence Prevention Network e.V.<br \/>\nAlt-Moabit 73<br \/>\n10555 Berlin<\/p>\n<p>Fon: (030) 917 05 464<br \/>\nFax: (030) 398 35 284<\/p>\n<p>post[at]violence-prevention-network.de<\/p>\n<p><a href=\" http:\/\/www.violence-prevention-network.de\" target=\"_blank\">http:\/\/www.violence-prevention-network.de<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"#top\">nach oben<\/a><\/p>\n<p>[\/two_columns_one_last]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontakt Violence Prevention Network e.V. 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